DAS TEAM HINTER DEN KLASSIKERN
Alessio Paolucci

Vom Mechaniker zum Verkäufer mit Herzblut: Alessio Paolucci bringt technisches Verständnis und eine tiefe familiäre Verbundenheit in die Touring Garage ein. Seit er als Fünfjähriger mit den Händen am Schaufenster die Autos bestaunte, hat ihn die Faszination für Klassiker nicht mehr losgelassen. Heute vermittelt er nicht nur Fahrzeuge, sondern die Geschichten dahinter an eine neue Generation von Enthusiasten.


Der Traum vom Meer
Keine Ecken, keine Kanten – nur die reine Linie.

Fragt man Alessio nach seinem persönlichen Favoriten im Bestand, fällt die Wahl schnell auf den Porsche 356. Es ist die Formensprache, die ihn fasziniert: „Das Auto hat keine Ecken und Kanten.“ Wenn er sich ein Wochenende aussuchen könnte, um einfach ans Meer zu fahren, dann mit diesem Wagen.

Es muss nicht immer das „Rassigste“ sein. Für Alessio zählt das Erlebnis – ob bei einer „Genussfahrt zum Strand“ nach dem Verzehr eines Gelatos oder beim Geniessen der Küstenstrasse. Am Ende ist es für ihn immer eine Balance, bei der jedoch eines überwiegt: „Beim Oldtimer
ist in erster Linie sicher mal der Fahrspass wichtig.“

Interview mit Alessio Paolucci
Vom Drehmomentschlüssel zum Verkauf.
Alessio Paolucci verbindet technisches Know-how mit purer Leidenschaft für automobile Klassiker.

Technik, die Vertrauen schafft
Warum fundiertes Fachwissen die beste Verkaufsstrategie ist

Sein Werdegang begann klassisch in der Werkstatt. Als gelernter Mechaniker verfügt Alessio über ein technisches Fundament, das ihm heute im Verkaufsgespräch einen entscheidenden Vorteil verschafft. „Ich denke, die Kunden merken das natürlich auch, sobald einer ein bisschen etwas von diesen Autos versteht“, erklärt er. Es geht darum, „vom Gleichen zu sprechen“. Dieses Wissen schafft eine Vertrauensebene, die besonders bei 50 Jahre alten Oldtimern unverzichtbar ist.

Der Wechsel in den Verkauf war für ihn eine bewusste Entscheidung für den Menschen. Während moderne Autos oft anfälliger und komplexer in der Elektronik sind, schätzt Alessio an den Klassikern ihre Robustheit und den Charakter. „Was mir sehr gut gefällt, ist der Kundenkontakt“, sagt er. Es bereitet ihm Freude, Kunden dabei zu helfen, wieder in Kontakt mit Fahrzeugen zu kommen, die sie vielleicht aus ihrer eigenen Vergangenheit kennen.

„Wir haben Kunden, die vor mehreren Jahren schon mal den Kontakt mit den älteren Fahrzeugen hatten und diesen wieder suchen."

Es ist eine Freude, sie wieder auf Vordermann zu bringen, damit sie Freude am Auto haben.“ 

 

60 Sekunden Hochspannung: Das Quickfire-Interview

Vom Schraubenschlüssel direkt zum Schlagabtausch: In unserem rasanten Kurzformat "6 Fragen in 60 Sekunden" bitten wir Alessio zum Boxenstopp der besonderen Art. Keine Zeit für langes Justieren, hier zählen technischer Instinkt und echte Benzin-Leidenschaft. In nur einer Minute liefert er klare Antworten auf spannende Kontraste aus der Welt der Klassiker.

6 Fragen in 60 Sekunden

  • V12-Gänsehaut oder das heisere Schreien eines V8?
    „Beides angenehm, aber ich nehme den V8.“
  • Ölige Hände oder sauberes Büro?
    „Schwierige Entscheidung, aber ich nehme die öligen Hände.“
  • Speichenfelgen oder Alu-Guss?
    "Alu-Guss."
  • Handschaltung oder Automatik?
    „Ganz klar die Handschaltung.“
  • Originallack mit Patina oder Showroom-Finish?
    „Ein wenig Patina darf er haben, natürlich.“
  • Luftgekühlt oder wassergekühlt?
    „Sowohl als auch.“

Das war erst das Warm-up, da Alessio so rasant durch die Fragen steuert, schicken wir ihn direkt in die Bonusrunde!

Bonusfragen

  • Morgenschicht oder Nachtschicht?
    "Nachtschicht."
  • Motorrevision oder Elektrik-Fehlersuche?
    "Motorrevision."
  • Passstrasse oder Küstenstrasse?
    "Küstenstrasse."
  • Cabrio oder Coupé?
    "Coupé gerne."
  • Radio aus oder zeitgenössische Musik?
    "Radio aus."
  • Sonntagsausfahrt oder Trackday?
    "Sonntagsausfahrt"
  • Restomod (alte Optik, neue Technik) oder pure Originalität?
    "Ich nehme den Restomod."

    Vielen Dank, Alessio.
    "Danke dir, Simón."

Ein Leben für die Touring Garage
Eine schicksalshafte Verbindung seit Kindheitstagen

Alessios Weg zur Touring Garage war fast vorgezeichnet. Sein Vater, selbst ein grosser Oldtimer-Liebhaber, brachte ihn vor Jahren zum Betrieb. Seine ersten Erinnerungen sind lebendig: „Ich war vermutlich fünf Jahre alt und bin um die Touring Garage rundherum gelaufen und habe da mit den Händen ins Schaufenster geschaut.“

Heute sieht er sich als Brücke zwischen den Generationen. Er beobachtet, dass jüngere Menschen Oldtimer oft erst als Lifestyle-Objekt entdecken, bevor sie den Wert als Investment erkennen. Für ihn selbst bleibt es jedoch eine Herzensangelegenheit. Wenn Kunden zwischen Vernunft, Budget und Leidenschaft schwanken, rät er dazu, dem Wunsch freien Lauf zu lassen: „Man muss erst mal auf sein Herz hören.“